„Der Entwurf des Regionalen Flächennutzungsplanes 2009 des Regierungspräsidenten und des Planungsverbandes bietet die Chance einen Planungsfehler zu beseitigen und die Waldkulisse wieder als Waldgebiet auszuweisen“ schreibt  Erich Herrmann, einer der Sprecher des Arbeitskreises Waldhof in einer Stellungnahme an den Regierungspräsidenten.

Der neue Entwurf sieht zwar vor, dass ein Teil des als „Waldkulisse“ bezeichneten Waldes an der Seligenstädter Strasse wieder als Waldgebiet ausgewiesen wird, aber bei dem größeren, dem Wohn- und dem Gewerbegebiet gegenüberliegenden Waldstreifen, soll es trotz der Bedenken der Träger „forstwirtschaftlicher und landschaftsrechtlicher Belange“ und der Bürgerproteste, weiter bei dem „Gewerbegebiet“ bleiben, als das es vor 15 Jahren in einer überraschenden Aktion ausgewiesen, aber glücklicherweise nicht realisiert wurde.

Die Planer sehen offensichtlich ein, dass der schmale, 30 Meter breite Waldstreifen für die Ansiedlung von Industrie- oder Gewerbebetrieben ungeeignet ist, meinen aber, dass durch die S-Bahnhaltestelle die Lage „verkehrsgünstiger“ geworden sei.

Dem ist jedoch nicht so, hält der Sprecher der ehemaligen Bürgerinitiative „Rettet dem Wald am Waldhof“ dagegen. Die Haltestelle ist viel zu wenig frequentiert, als dass sich daraus eine Infrastruktur aufbauen ließe.. Fahrbare Verkaufsstände, die S-Bahnnutzer mit Nahrungsmittel oder Getränke versorgen wollten, hätten nach wenigen Tagen aufgegeben. Selbst im Waldhof sei es schwierig Läden anzusiedeln, weil das Einzugsgebiet einfach zu klein ist.

Die „Waldkulisse war als Naturwald aufgewachsen, und als „Landschaftsschutzgebiet“ ausgewiesen, weil sich der Wald zwischen der Bahn und der Seligenstädter Strasse nicht fortwirtschaftlich nutzen ließ. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss daher 1998, dass das Gelände nicht als Gewerbe. oder Industriegebiet genutzt werden dürfe.

Wenn sich das Waldgebiet nicht als Gewerbegebiet eignet, aus ökologischen Gründen und als Lärmschutz
notwendig ist, wäre es sinnlos das Gebiet weiterhin als Gewerbegebiet auszuweisen. Diese Zustand verunsichert die Bürger, die im Vertrauen auf den Lärmschutz dort gebaut haben und hindert sie notwendige Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten vornehmen zu lassen. Außerdem beschädigt es die Werthaltigkeit.

ViSdP: Erich Hermann